Heilpraktiker für Psychotherapie 2017 so gefragt wie nie

Es lässt sich nicht länger leugnen: Im letzten Jahrzehnt haben psychische Erkrankungen zugenommen. Zu dieser Erkenntnis kommen verschiedene Statistiken, die offiziell erhoben wurden. Unklar ist allerdings, ob es sich um eine tatsächliche Erhöhung von psychischen Erkrankungen handelt, ob diese früher erkannt werden oder ob es inzwischen einfach salonfähig ist, sich auf Grund von Depressionen, Burnout oder Angststörungen krankschreiben zu lassen. Letzteres wäre vor einigen Jahren schlicht undenkbar gewesen.

Die DAK Gesundheit bemerkte 2016 einen leichten Rückgang, wenn es um Krankschreibungen ihrer versicherten Arbeitnehmer ging. Als häufigste Ursache wurden jedoch nicht wie in vergangenen Tagen Muskel-Skelett-Erkrankungen angegeben, sondern psychische Erkrankungen. Diese liegen mit 0,5 Prozent vor den bisherigen Spitzenreitern, sorgen insgesamt aber für weniger Fehltage, berichtete zum Beispiel die Aachener Zeitung¹. Das Ärzteblatt² (gibt noch tiefere Einblicke in diese Statistik. Frauen seien häufiger betroffen als Männer und insgesamt seien zwar weniger Menschen krank, Betroffene fehlten dafür im Schnitt drei Tage länger als im Jahr zuvor. Bei Frauen sind es 60 Prozent mehr Fehltage auf Grund psychischer Belastung als bei Männern. In den vergangenen 20 Jahren hat sich damit die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen wie Burnout, Angststörungen und Reaktionen auf starke Belastungen mehr als verdreifacht. Insgesamt haben sich die Fehltage von 2006 bis 2016 um über 54 Prozent erhöht. Fehltage aus 2017 sind dabei noch nicht eingerechnet.

Die Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen steigen steil an (Ärzteblatt 2017). Ein Grund mehr für Behandlungen von Kleinen Heilpraktikern

Fehlzeiten auch bei der AOK in Prozent stark gestiegen

Auch die AOK hat sich mit den Fehlzeiten 2017³ beschäftigt und gibt Tipps, die sich nicht an Beschäftigte oder Ärzte richten, sondern direkt an Unternehmen. Denn auch hier lässt sich vieles tun in Sachen Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass Mitarbeiter immer älter werden und daher auch häufiger Krisen durchleben. Dazu gehören laut einer Umfrage Konflikte im privaten Umfeld, schwere Krankheiten von Angehörigen sowie finanzielle Probleme. All das wirkt sich auf die Arbeitskraft aus. Solcherlei Krisen beschäftigen etwa ein Drittel der Angestellten unter 30, bei den über 50-jährigen sind es beinahe zwei Drittel. Einige Unternehmen haben hier schon eine gute Bewältigungsstrategie gefunden, um mit solcherlei Spitzen umgehen zu können und um die Tage, an denen ein Mitarbeiter ausfällt, zu minimieren. Dazu gehören klärende Gespräche mit dem Vorgesetzten, flexible Arbeitszeiten und sogar Sonderfreistellungen wie unbezahlter Urlaub.

Durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsdauer aufgrund von psychischen Erkrankungen im Zeitraum von 2006 bis 2016 (AU-Tage je Fall), Statista 2018

Während größere Unternehmen in betriebliches Gesundheitsmanagement investieren, fehlt es kleineren Unternehmen häufig an den finanziellen Mitteln. Abhilfe könnte hier ein Zusammenschluss mit anderen Firmen aus der Umgebung schaffen, um sich Kosten zu teilen. Ein Projekt der AOK Rheinland/Hamburg beispielsweise bietet solcherlei Betriebspartnerschaften an, bei der unter Anleitung der AOK das betriebliche Gesundheitsmanagement gemeinsam durchgeführt wird. Allen Bemühungen zum Trotz bleibt allerdings weiterhin ein großes Problem bestehen, nämlich das der dauerhaften Versorgung bei psychischen Krisen aller Art.

Es sind momentan nicht genug fachlich ausgebildete Psychologen und Psychotherapeuten verfügbar, um dem Ansturm der Patienten gerecht werden zu können. Lange Wartezeiten sind – wie bei anderen Krankheiten auch – kontraproduktiv und führen zu einer Verlagerung und Verschiebung der Problematik. Die Wartelisten vieler Therapeuten sind lang. Wer auf schnelle Hilfe angewiesen ist, hat häufig das Problem, zeitnah Hilfe zu bekommen.

Psychische Gesundheit wird immer wichtiger

Dass Frauen häufiger von seelischen Problemen betroffen sind, lässt sich auf die Mehrfachbelastung zurückführen, mit denen die weibliche Bevölkerung in Deutschland seit Jahren zu kämpfen hat. Kindererziehung und Haushalt werden größtenteils von Frauen erledigt. Trotzdem wünschen sich viele ihre Unabhängigkeit und wollen in Sachen Karriere den Männern in nichts nachstehen. Ist ein solcher Alltag schon ein Drahtseilakt, der gut geplant und organisiert werden will, wachsen gleichzeitig die Anforderungen von Schule und Gesellschaft. Dazu kommt der vielfach unterschätzte Druck von sozialen Medien, in denen Alltag, Kleidung und nicht zuletzt der Körper perfekt gestylt sind und ein neues Idealbild vorgaukeln, das erstrebenswert scheint. Kommen dann noch die Krankheit eines Angehörigen oder Eheprobleme dazu, steigt der Druck und führt nicht selten zu Depressionen oder anderen psychischen Problemen.

Themen wie psychische Gesundheit haben es in den letzten Jahren immer häufiger in die Nachrichten geschafft. In den kommenden Jahren wird sich das allgemeine Interesse in Deutschland verstärkt psychischer Gesundheit widmen – ob gewollt oder ungewollt. Schon jetzt ist ein deutlicher Trend zu erkennen, der weg geht von der Behandlung körperlicher Symptome und den Menschen als das wahrnimmt, was er ist: Eine Einheit aus Körper, Geist und Seele. Als Heilpraktiker für Psychotherapie erschließen sich einem ein komplett neues Feld und das Verständnis dafür, wie seelische Probleme entstehen und wie man ihnen begegnen kann.

Heilpraktiker für Psychotherapie – ein Beruf mit Zukunft

Kleiner Heilpraktiker Ausbildung

Ausbildung zum kleinen Heilpraktiker – ein Beruf mit Zukunft

Immer mehr Menschen erkennen zudem, dass sie selbst etwas für ihre Gesundheit tun können. Vorboten sind hier Themen wie hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, Rohkost, grüne Smoothies und Veganismus. Davon mag man halten, was man will, es zeigt jedoch deutlich, dass nicht erst im letzten Jahr ein neues Bewusstsein geschaffen wurde, sondern sich einige tiefgreifende Änderungen in der Gesellschaft abzeichnen. Seit 2017 sind außerdem Achtsamkeit, Meditation und ähnliche geistig-seelische Thematiken präsent – sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in den Nachrichten und den Bestsellerlisten. Was den meisten Menschen dabei fehlt, sind konkrete Anleitungen und Möglichkeiten, wie sie diese umsetzen und in den Alltag integrieren können. Heilpraktiker für Psychotherapie und Coaches werden eine zunehmend wichtigere Rolle spielen um diese Lücke zu schließen.

Heilpraktiker für Psychotherapie ist eindeutig ein Beruf mit Zukunft, der interessant und abwechslungsreich ist. Wer gerne mit Menschen arbeitet, ein offenes Ohr hat und Erfüllung darin findet, anderen zu helfen, hat gute Voraussetzungen für eine Karriere als Heilpraktiker für Psychotherapie. Wer Freude an persönlicher Weiterentwicklung hat, eine differenzierte Wahrnehmung sein eigen nennt und bereit ist, zu reflektieren kann sich hier über die weiteren Anforderungen informieren und ein umfassendes Bild machen. Es zeichnet sich auch ab, dass Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet gesucht werden und sich zukünftige Heilpraktiker für Psychotherapie auf eine Personen- oder Berufsgruppe fokussieren können. So gibt es beispielsweise bei der Deutschen Bahn ein spezielles Angebot für Mitarbeiter, das anonym in Krisensituationen in Anspruch genommen werden kann. Vor allem Lokführer, die in Personenunfälle verwickelt wurden, haben so eine direkte Anlaufstelle, um professionell betreut zu werden.

Quellen:
¹) http://www.aachener-zeitung.de/lokales/staedteregion-aachen/dak-gesundheitsbericht-psychische-erkrankungen-vorne-1.1656645
²) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72732/Psychische-Erkrankungen-Fehltage-erreichen-Hoechststand
³) https://www.wido.de/fzr_2017.html

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